Apostolisch Beten - Ivo Sasek - Elaion-Verlag
Die unbegreifliche Liebe Gottes 143 nehm! Sie entreisst uns schonungslos aus aller Gefahr , ihre Schritte sind alles andere als sanft. Wie oft magst Du ihr Werben um Dich als Zorngericht oder als den Teufel selbst erachtet haben, wenn es näher kommen wollte. Wenn sie uns in ihren heiligen Griff nimmt, dann meinen wir, die Welt gehe für uns unter. Die Liebe Gottes ist in ihrem Eifer wie ein rollendes, donnerndes und polterndes Gewitter, wie ein schrecklicher und tosender Orkan. Ihre Rutenhiebe sausen wie lodernde Feuersäulen auf den Rücken ihrer Söhne nieder; so lange fackelt ihre Geissel auf deren Rücken hin und her, bis diese eher bereit sind zu sterben, als in ihren Sünden, Sorgen und sonstigen Gebundenheiten weiter zu verharren. Rede nie mehr davon, die Liebe Gottes erkannt zu haben, wenn Seine Liebe dich noch nie zum Erzittern hat bringen können! Nur unheilige und gottferne Menschen wissen nichts von diesem Feuereifer der Liebe Gottes! Seine Liebe ist ein heiliges Feuer! So weit wir diesem Feuer fern sind, so weit sind wir Seiner Liebe fern. So nahe wir Seiner Liebe sind, so nahe sind wir diesem Feuer. Wir müssen wie das Gold in diesem Feuer geläutert werden. So lange muss es uns Stück um Stück von dieser Schlacke befreien, bis wir schliesslich wie die drei Freunde Daniels inmitten dieser Feuersbrunst leben können. Für den natürlichen Menschen ist und bleibt die tiefere Offenbarung der Liebe Gottes aber eine entsetz- liche, grauenhafte und schauderhafte Erfahrung. Wer immer ihr begegnet, dessen Atem kommt ins Stocken, dessen Zunge klebt am Gaumen, und dessen Herz erstarrt wie Stein. Ihre Gegenwart zersetzt alle Berge des Zweifels, fegt allen Unrat der Seele wie ein Sturmwind hinweg, lässt die Widerspens- tigkeit des menschlichen Herzens und alle Begierden des Fleisches wie Wachs vor dem Feuer zerschmelzen. Die Liebe
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