Apostolisch Beten - Ivo Sasek - Elaion-Verlag
146 Gottes, dass mir scheint, ein normal verlaufendes Menschen- leben würde gar nicht ausreichen, sie so zu erfahren, wie ich es durfte. Gott hat in Seiner Liebe z.B. alle Zucht an mir heimgesucht, die ich als Hirte meiner Gemeinde gegenüber versäumt hatte – inklusive meiner eigenen versäumten Selbst- zucht. Der Heiligung nachzujagen, war für mich seit je erste Priori- tät. Ich sah mich von Anfang meines Glaubens an der Heilig- keit Gottes verpflichtet, was mir stets fromme Kritik von allen Seiten einbrachte. Was hat man mich um meiner strengen Linie willen doch immer wieder „gesetzlich“ geschimpft und dadurch ins Wanken gebracht! Mein Zusammenbruch war nicht zuletzt eine Frucht solcher Untergrabungen der Wahr- heit. Ich bezeuge aber einem jeden Christen, dass Gott noch viel strenger ist, als ich es je gelehrt und ausgelebt habe. Er hat mich wieder befestigt. Dieses Kapitel der Liebe habe ich noch vor meinem Zusammenbruch geschrieben, davon werde ich nichts hinwegnehmen und nichts hinzufügen. Ich bezeuge um der Liebe Christi willen nur dieses: Weh allen, die in die- ser Welt ein stilles, ungerütteltes Leben haben – sie werden keine Frucht sehen! Wahre geistliche Fortschritte können nur auf dem Weg der Schmerzen, Krisen und herausfordernden Bedrängnisse erlangt werden. Es gibt in dieser Zeit keine grössere Liebestat Gottes, als dass Er Seine Begnadeten aus jeder Form der Sünde und Menschlichkeit herauszüchtigt, auf dass wir Seiner Heiligkeit teilhaftig werden. Weh euch, die Ihr der Heiligkeit der Liebe Christi trotzt – es wird kein Entfliehen für Euch geben! Was Gott an mir demonstriert hat, das wird Er früher oder später auch mit allen anderen Hirten tun. Solches sage ich mit grosser Gewissheit. Er wird jede
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