Apostolisch Beten - Ivo Sasek - Elaion-Verlag

Die unbegreifliche Liebe Gottes 147 Seele der Schafe an deren Hirten heimsuchen, bevor Er die Schafe selbst heimsucht. Jede an ihnen versäumte Zucht wird an den Hirten heimgesucht werden. Wehe allen Hirten, die sich nur selber weiden und die wilden Tiere nicht von den Herden fernhalten, um dieselben zu nähren und zu pflegen. Wehe allen, die Süsses bitter heissen, die der Heiligung weh- ren und Bitteres süss nennen! Wenn sie nicht durch grosse Gnade bereits während dieser Erdenzeit heimgesucht werden, dann wird ein gnadenloses Gericht im Jenseits auf sie warten. Geht hin und erfragt von Gott, wie es um Euch steht. Prüft euch selbst, ob Ihr in Christus seid und wohlgefällig hirtet! Erkennt Ihr aber Euch selbst nicht, so fragt die wahren Pro- pheten, ob es um Euren Hirtendienst gut steht. Wir sollen sowohl durch die unbegreiflichen Gnadenerwei- sungen als auch durch die ebenso unbegreiflichen Züchtigun- gen Gottes in ein Vollbewusstsein Seiner Liebe eingetaucht und versetzt werden. Wir sollen schlicht alles, was uns wider- fährt, als ungeteilte Liebe erkennen – nicht aber mittels unse- res Verstandes allein, sondern vielmehr mittels eines geistli- chen Hineinversetztwerdens in dieses Gesamtbewusstsein. Durch Glauben soll es kraft des Heiligen Geistes in uns geof- fenbart und wahrgenommen werden. Die Liebe Gottes ist und bleibt für unser menschliches Wahrnehmungsvermögen und unseren Verstand unbegreiflich, denn sie arbeitet stets vom „Ende“ her. Gott behandelt uns von Seinen Endzielen her, d.h. Er weiss genau, was wir benötigen, um an das von Ihm gesteckte Ziel zu gelangen. Nichts ist daher unnötig; alles, was uns widerfährt, brauchen wir unbedingt, sei es uns ein- leuchtend oder nicht, schmerzlich oder tröstlich, Gewinn oder Verlust, Tod oder Leben.

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