Apostolisch Beten - Ivo Sasek - Elaion-Verlag

148 Eines aber ist so und es bleibt dabei: Alle Handlungen und Zulassungen Gottes, die uns widerfahren, fliessen aus Seinem unaussprechlich liebevollen und uns überaus zugeneigten Herzen hervor. Selbst inmitten gnadenlosester Gerichte, wie sie uns u.a. in Jer. 14,11-12 entgegenkommen, ist Gottes Herz überaus warm und den durch Ihn Gerichteten zärtlich zugetan. Erkenne diese Wirklichkeit, indem Du zuerst V. 11-12 und hernach V.17 liest. „Und der HERR sprach zu mir: Bitte nicht für dieses Volk zum Guten! Wenn sie fasten, werde ich nicht auf ihr Flehen hören. Und wenn sie Brandopfer und Speisopfer opfern, werde ich kein Gefallen an ihnen haben; sondern ich werde sie durch das Schwert und durch den Hunger und durch die Pest vernichten“ (V. 11-12). – „Und du sollst dieses Wort zu ihnen sagen: Nacht und Tag fliessen meine Augen von Tränen und kommen nicht zur Ruhe! Denn die Jungfrau, die Tochter meines Volkes, liegt in grossem Zerbruch, mit einer über- aus schmerzenden Schlagwunde da“ (V. 17). Gott ist kein Sadist! Auch an Hiob können wir das lernen. Hiob erntete nicht nur das Doppelte an Schafen, Kamelen, Rindern und Eselinnen, wie er sie vor seinem Leiden besass. Die Verdop- pelung seines Reichtums war nur gerade ein erster Keimling der neu aufspriessenden Liebespflanzung Gottes in seinem Leben. Vielmehr erntet er darüber hinaus seit Jahrtausenden den wahrhaftigen Reichtum, dazu unaufhörlichen Ruhm und Ehre von Seiten Gottes und von Millionen von Menschen. Was damals so überaus grausam und scheinbar lieblos be- gann, dauerte vom Gesamtzusammenhang her gesehen nur eine ganz kleine Weile. Hiob aber darf nun in alle Ewigkeiten von Herrlichkeit zu Herrlichkeit schreiten und Lohn ohne Ende davontragen. Genau dies war es auch, was Hiob im

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