Apostolisch Beten - Ivo Sasek - Elaion-Verlag
Zur gesamten Fülle Gottes 151 hängig. Ich vergleiche es einmal mit dem Gasgeben beim Autofahren. Wenn wir das Gaspedal durchdrücken, beginnt der Motor parallel dazu zu drehen. Je mehr aber der Motor dreht, desto höher kann man die Gänge einlegen, desto schnel- ler laufen die Räder, bis zur vollen Geschwindigkeit. So baut also eines auf dem anderen auf – und doch entfaltet sich alles parallel zueinander. Gottes Ziel mit uns ist es, uns in Seiner gesamten Fülle zu vervollständigen. Wie Er Israel im Land der Verheissung zuletzt wohl tun wollte, so will Er auch uns wohl tun in allem. Um aber in dieses Land zu gelangen, führen Sei- ne Liebeswege auch uns durch eine Wüste, wo uns Hunger, Durst und Demütigung widerfährt. Werden wir diese Züchti- gungen als Liebeswege Gottes erkennen (5. Mo. 8,3.5.16) 1 ? Oder wird es auch von uns einst heissen: „Alle Zeit gehen sie irre in ihrem Herzen. Sie aber haben meine Wege nicht erkannt“ (Hebr. 3,10) ? Spätestens, wenn es um diese irdisch höchste Dimension der Gotteserfahrung geht, müssen wir von allen menschlichen und diesseitigen Flausen befreit sein. Das Eingehen geschieht wie erwähnt wachstümlich. Wir werden m.a.W. dabei immer nur entsprechend dem Grad der „Zucht der Liebe“ in diese Fülle eingehen können. Wenden wir uns nun etwas näher unserem Lehrtext zu. Schon während Paulus uns diese unfassbare Verheissung der „Ver- vollständigung zur ganzen Fülle Gottes“ in Aussicht stellt, 1 „Und er demütigte dich und liess dich hungern. Und er speiste dich mit dem Man, das du nicht kanntest und das deine Väter nicht kannten, um dich erkennen zu lassen, dass der Mensch nicht von Brot allein lebt. sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN hervorgeht, lebt der Mensch.“ „So erkenne in deinem Herzen, dass der HERR, dein Gott, dich erzieht, wie ein Mann seinen Sohn erzieht.“ „... der dich in der Wüste mit Man speiste, das deine Väter nicht kannten, um dich zu demütigen und um dich zu prüfen, damit er dir am Ende wohltue.“
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