Apostolisch Beten - Ivo Sasek - Elaion-Verlag
Zur gesamten Fülle Gottes 159 wir jemals mit dem Thema Sünde abschliessen könnten. Wenn dies aber nicht möglich wäre, wie könnte es dann in 1. Petr. 4,1 heissen: „Denn wer im Fleisch gelitten hat, hat mit der Sünde abgeschlossen – um die im Fleisch noch übrige Zeit nicht mehr den Begierden der Menschen, sondern dem Willen Gottes zu leben“ ? Liegt es nicht klar auf der Hand, dass wenn der Heilige Geist mit irgendeinem sündigen Gebiet unseres Lebens hat abrechnen können, Er dasselbe auch auf sämtlichen anderen Gebieten abermals vermag? Geliebte, ob dies in unsere kleinen Herzen und Köpfe einge- hen will oder nicht: Die Sündenfrage wird durch die Fülle Gottes als allererste Grundlage im Vorhof behandelt und nicht etwa als letzte Vollendung im Allerheiligsten (Hebr. 6,1-2) 1 . Es ist zwar klar, dass wir, solange wir noch im Fleisch leben, sämtliche Verderbtheit, Schwachheit und Untauglichkeit mit uns herumschleppen. Potentiell sind wir wohl jede Sekunde in der Lage, Mord, Ehebruch, Unzucht, Lügereien und der- gleichen zu begehen. Ebenso sind wir anderseits aber auch von Jugend an potentiell in der Lage, uns irgendeinen Ab- hang hinabzustürzen und uns das Leben zu nehmen – und doch tun wir es nicht. Die blosse Möglichkeit, Sünde zu tun, verpflichtet uns doch noch lange nicht, dieselbe auch wirk- lich in die Tat umzusetzen – insbesondere deshalb nicht, weil es ja geschrieben steht, dass wir unserem Fleisch, der Sünde und dem Teufel nicht mehr schuldig sind zu dienen 1 „Deshalb wollen wir das Wort vom Anfang des Christus lassen und uns der vollen Reife zuwenden und nicht wieder einen Grund legen mit der Busse von toten Werken und dem Glauben an Gott, der Lehre von Waschungen und der Handauflegung, der Totenauferstehung und dem ewigen Gericht.“
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